Sauna richtig nutzen
- Michael Herfort
- 7. Sept. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Sauna richtig nutzen: Entspannung & Regeneration nach dem Training
Die Sauna ist mehr als wohltuende Wärme: Richtig eingesetzt unterstützt sie deine Regeneration, hilft beim Abschalten und kann verspannte Muskulatur lockern. Hier erfährst du, wie du Saunagänge nach dem Training sinnvoll strukturierst – von der Vorbereitung über den Aufguss bis zur Abkühlung – und welche Fehler du vermeiden solltest.
Vorbereitung: Der entspannte Einstieg
Runterkommen: Nach dem Training 10–15 Minuten abkühlen, Herzschlag beruhigen, duschen.
Leicht essen & trinken: Kein voller Magen, aber auch nicht nüchtern. Trinke vorab ein Glas Wasser.
Handtuch-Check: Ein großes Handtuch zum Sitzen/Liegen und ein zweites zum Abtrocknen bereitlegen.
Wie lange und wie heiß?
Starte moderat: 8–12 Minuten bei einer Temperatur, die sich wohlig-heiß, aber nicht belastend anfühlt. Anfänger wählen die unteren Bänke und kürzere Zeiten. Fortgeschrittene können die Dauer etwas steigern. Höre in jedem Fall auf deinen Körper – Unwohlsein ist ein klares Stopp-Signal.
Der Aufguss – Genuss statt Pflicht
Aufgüsse intensivieren das Wärmeempfinden. Sie sind eine Option, kein Muss. Wenn du empfindlich auf Hitze reagierst, bleib bei ruhigen, gleichmäßigen Saunagängen. Generell gilt: Lieber ein kürzerer, angenehmer Durchgang als zu viel auf einmal.
Abkühlen: Der entscheidende Regenerationsschritt
Nach jedem Saunagang folgt eine bewusste Abkühlphase. Erst an die frische Luft, ruhig atmen. Dann kalt abduschen – beginne mit Armen und Beinen, erst danach Rücken und Brust. Wer mag, schließt mit einem kurzen Kneipp-Guss ab. Gönne dir anschließend 10 Minuten Ruhe im Liegen oder Sitzen, bevor du erneut in die Sauna gehst.
Wie viele Durchgänge sind sinnvoll?
Für die meisten reichen zwei bis drei Saunagänge, jeweils mit ausreichend Pause. Mehr ist nicht automatisch besser. Entscheidend ist, dass du dich danach erholt, angenehm müde und wohlig warm fühlst.
Sauna & Training: So passt es zusammen
Nach Kraft- oder Ausdauereinheiten hilft die Sauna beim mentalen Abschalten. Plane intensive Kraft-PRs oder Sprints allerdings nicht direkt im Anschluss; der Körper braucht nach Hitze und Flüssigkeitsverlust Zeit zur vollständigen Erholung. Leichte Mobility oder ruhiges Dehnen eignen sich perfekt als Übergang vor dem ersten Gang.
Kleine Fehler, große Wirkung – was du vermeiden solltest
Zu lang, zu heiß: Übermut rächt sich oft am nächsten Tag. Qualität vor Quantität.
Zu wenig trinken: Fülle Flüssigkeit mit Wasser oder ungesüßtem Tee nach – sowohl vor als auch nach dem Saunieren.
Direkt nach dem Aufguss kalt in die Dusche sprinten: Gib dir 1–2 Minuten an der frischen Luft.
Kräftig essen vor dem Saunieren: Ein voller Magen belastet den Kreislauf.
Sanfte Ergänzungen zur Regeneration
Neben der Sauna können wohltuende Kälte-Impulse wie Alpha Cooling eine angenehme Ergänzung sein. Die Anwendung zielt darauf ab, über die Handflächen kurze Kälte-Reize zu setzen. Sie ersetzt keine Therapie und ist nicht zur Behandlung von Krankheiten gedacht, kann aber – richtig eingebettet – zum subjektiven Wohlbefinden beitragen.
Checkliste für deinen nächsten Saunabesuch
2 Handtücher, Badeschlappen, Wasserflasche
Vorher: abkühlen, duschen, kurz entspannen
Pro Gang: 8–12 Minuten, anschließend in Ruhe abkühlen
Zwischen den Gängen: trinken und 10 Minuten ruhen
Zum Abschluss: mild dehnen oder ruhig spazieren
Welche Sauna passt zu dir?
Trockene Finnische Sauna: Hohe Temperaturen, eher kurze Aufenthalte – ideal für erfahrene Saunagänger.
Sanfte Bio-Sauna: Niedrigere Temperaturen, höhere Luftfeuchtigkeit – angenehm für Einsteiger.
Infrarotwärme: Tiefenwärme mit moderaten Temperaturen – häufig als schonender empfunden.
Sauna & Immunsystem – realistisch betrachtet
Regelmäßige Saunagänge können das subjektive Wohlbefinden verbessern und helfen vielen Menschen, Stress abzubauen. Das unterstützt gesunde Routinen nach dem Training und fördert erholsamen Schlaf – wichtige Bausteine für Leistungsfähigkeit und Ausgeglichenheit.
Für wen ist Vorsicht geboten?
Wenn du akute Infekte, Fieber, frische Verletzungen oder Kreislaufprobleme hast, verschiebe den Saunabesuch. Wer unsicher ist oder relevante Vorerkrankungen hat, klärt den Saunagang vorher medizinisch ab. Während der Saunazeit gilt: Nur so lange bleiben, wie es sich gut anfühlt.
Etikette & Hygiene
Vorher duschen, in der Kabine auf dem Handtuch sitzen oder liegen.
Ruhig verhalten, Türen zügig schließen, damit die Wärme bleibt.
Nach dem Saunagang erst atmen & kühlen, dann duschen.
Trinken & Nährstoffe rund ums Saunieren
Durch Schwitzen verlierst du Flüssigkeit. Trinke vorab ein Glas Wasser und fülle nach dem Saunagang in kleinen Schlucken nach. Ein leichter Snack mit etwas Salz und Eiweiß – zum Beispiel Joghurt mit Obst – kann die Erholung unterstützen, wenn du zuvor trainiert hast.
FAQ: Häufige Fragen
Ist Sauna direkt nach intensivem Training sinnvoll? Nach harten Einheiten gib deinem Kreislauf 15–30 Minuten zur Beruhigung. Leichte Mobility oder ein Spaziergang sind eine gute Brücke zur Sauna.
Wie oft pro Woche? Viele kommen mit 1–2 Saunabesuchen gut zurecht. Entscheidend ist dein subjektives Empfinden und deine übrige Belastung.
Welche Temperatur ist „richtig“? Es gibt kein Muss. Wähle die Temperatur, bei der du die Wärme wohltuend und nicht belastend empfindest.
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