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Rehasport nach OP oder Verletzung: So kommst du sicher zurück in den Alltag


Nach einer Operation oder Verletzung wieder belastbar zu werden, braucht einen klaren Plan – nicht Härte. Rehasport bietet dir einen sicheren, angeleiteten Wiedereinstieg: mit Übungen in der passenden Dosis, Technik-Feedback und einer Struktur, die dich Schritt für Schritt in deinen Alltag zurückführt. Hier erfährst du, wie du startest, was in den ersten Wochen wichtig ist und wie du Trainingsbausteine klug kombinierst.


Warum Rehasport nach OP/Verletzung sinnvoll ist

Rehasport setzt auf dosierte, planbare Bewegung statt auf Überforderung. Sanft aufgebaute Reize verbessern Koordination, stärken Muskulatur, fördern Beweglichkeit und geben dir Selbstvertrauen in alltäglichen Bewegungen zurück – vom Treppensteigen bis zum Heben. Die Gruppe motiviert, die Anleitung sorgt für Sicherheit und Qualität.


So läuft der Einstieg ab

  1. Ärztliche Verordnung klären: Sprich mit deiner behandelnden Praxis. Rehasport wird verordnet und anschließend von der Krankenkasse genehmigt.

  2. Anmeldung & Kennenlernen: In der Alten Fabrik Köthen besprichst du Ziele, Besonderheiten und deine aktuelle Belastbarkeit.

  3. Start mit Basisübungen: Mobilisation, leichte Kräftigung und Koordination bilden die Grundlage. Wichtig ist, dass du dich während und nach der Einheit wohlfühlst.


Der 8-Wochen-Fahrplan – behutsam, aber wirksam


Phase 1 (Woche 1–2): Ankommen & Orientierung

  • Ziel: Bewegungsangst abbauen, Technik erlernen.

  • Inhalte: Gelenkschonende Mobilisation, Atemtechnik für Rumpfspannung, leichte Aktivierung von Gesäß und Rücken.

  • Dosis: Kurze Einheiten, Pausen großzügig planen.


Phase 2 (Woche 3–4): Stabilität & Kontrolle

  • Ziel: Alltagsbewegungen sicherer ausführen.

  • Inhalte: Kniebeuge-Varianten an Stuhl/Stange, Rudern am Band, Hüftheben, Schrittfolgen zur Balance.

  • Dosis: Geringe bis moderate Wiederholungszahlen, saubere Technik vor Tempo.


Phase 3 (Woche 5–6): Kraft & Ausdauer moderat

  • Ziel: Belastbarkeit erhöhen, ohne Reaktionen zu provozieren.

  • Inhalte: 2×/Woche Ganzkörperkraft (3 Runden Basisübungen), 1×/Woche 20–30 Minuten Gehen/Radeln.

  • Dosis: Progression maximal in kleinen Schritten.


Phase 4 (Woche 7–8): Alltagstransfer & Routinen

  • Ziel: Heben, Tragen, Sitzen, Treppen – sicher und ökonomisch.

  • Inhalte: Technik-Checks, variable Tempi, sanfte Intervall-Ausdauer.

  • Dosis: Umfang steigt behutsam, Regeneration bleibt Pflicht.


Übungsbaukasten – bewährt und schonend

  • Mobilisation: Katzen-Kuh, Becken kippen, Schulterkreisen.

  • Kräftigung: Stuhl-Kniebeuge, Rudern am Band, Hüftheben, Seitstütz (bei Bedarf mit Knie am Boden).

  • Koordination: Einbeinstand an Stuhllehne, langsame Gewichtsverlagerungen.

  • Ausdauer: Zügiges Gehen oder Radfahren in ruhigem Tempo.


Dosierung mit der „Schmerzampel“

Bewerte dein Empfinden auf einer Skala von 0–10. Leichte, vorübergehende Reaktionen bis etwa 3 gelten oft als tolerabel, solange sie innerhalb von 24 Stunden abklingen. Werden Beschwerden deutlich stärker oder halten an, reduziere Dosis/Tempo und sprich das im Rehasport an.


Regeneration: der unterschätzte Trainingspartner

Schlaf, Ernährung und kleine Ruhefenster sind Teil des Plans. Wärme (z. B. Sauna) empfinden viele als wohltuend. Alpha Cooling – eine kurze, gezielte Kälteanwendung über die Handflächen – kann optional als Ergänzung genutzt werden. Beides ersetzt keine Therapie und wird so eingesetzt, wie es dir guttut.


Alltagstransfer – so bewegst du dich rücken- und gelenkfreundlich

  • Heben: Nah an die Last, aus den Beinen, ruhig ausatmen.

  • Tragen: Lasten auf beiden Seiten verteilen oder Rucksack nutzen.

  • Sitzen: Positionen alle 30–45 Minuten wechseln, Bildschirm auf Augenhöhe.

  • Gehen: Arme mitschwingen, Schritte gleichmäßig abrollen.


Checkliste vor jeder Einheit

  • Wie war Schlaf/Belastbarkeit heute?

  • Gibt es Wundheilung/Kreislauf-Besonderheiten, die eine Anpassung erfordern?

  • Ziele der Einheit in 1–2 Sätzen notieren.

  • Nach der Einheit: Reaktion innerhalb von 24 Stunden beobachten.


FAQ: Rehasport nach OP/Verletzung

Ab wann darf ich starten?

Starte, wenn deine behandelnde Praxis grünes Licht gibt und die Rehasport-Verordnung vorliegt. Der Einstieg ist behutsam und orientiert sich an deinem Heilungsverlauf.


Wie oft pro Woche ist sinnvoll?

Für viele bewähren sich 1–2 Rehasport-Termine plus kurze, leichte Einheiten zuhause. Qualität und Regelmäßigkeit sind wichtiger als hohe Intensität.


Brauche ich eine Verordnung?

Ja, Rehasport wird ärztlich verordnet und anschließend durch die Krankenkasse genehmigt. Danach kannst du in der Regel zeitnah starten.


Unterschied zu Physiotherapie?

Physiotherapie ist eine medizinische Behandlung. Rehasport ergänzt als angeleitetes Gruppentraining und festigt den Wiedereinstieg in Bewegung.


Darf ich zusätzlich trainieren?

Ja, solange es zu deinem Status passt. Sprich Umfang und Intensität mit dem Team ab und erhöhe nur in kleinen Schritten.


 
 
 

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